Gedichte - Poesia: Gryphius. Andreas (Andreas Greif) - Es ist alles Eitel - Es todo vanidad - Über die Nacht meiner Geburt - Sobre la noche de mi nacimiento - Betrachtung der Zeit - Consideración del tiempo - Links

Posted by ricardo marcenaro | Posted in | Posted on 6:03



Es ist alles Eitel

Du sihst / wohin du sihst nur Eitelkeit auff Erden.
Was diser heute baut / reist jener morgen ein:
Wo itzund Städte stehn / wird eine Wisen seyn /
Auff der ein Schäfers-Kind wird spilen mit den Herden:

Was itzund prächtig blüht / sol bald zutretten werden.
Was itzt so pocht und trotzt ist Morgen Asch und Bein /
Nichts ist / das ewig sey / kein Ertz / kein Marmorstein.
Itzt lacht das Glück uns an / bald donnern die Beschwerden.

Der hohen Thaten Ruhm muß wie ein Traum vergehn.
Soll denn das Spil der Zeit / der leichte Mensch bestehn?
Ach! was ist alles diß / was wir vor köstlich achten /

Als schlechte Nichtigkeit / als Schatten / Staub und Wind;
Als eine Wisen-Blum / die man nicht wider find´t.
Noch wil was Ewig ist kein einig Mensch betrachten!



Es todo vanidad


Vanidad en la tierra, donde eches la mirada.
Lo que hoy éste construye, mañana aquél vulnera:
donde ahora una ciudad, habrá luego una pradera,
en que un niño-pastor jugará con su majada.

La pompa ahora en flor, será pronto pisoteada;
lo que hoy late y porfía, hueso y ceniza entonces:
nada eterno existe, ni el mármol ni los bronces;
por dicha que hoy sonríe, habrá pena demasiada.

De proezas la fama pasará como sueño.
¿Y ha de quedar, juego del tiempo, el hombre cenceño?
¡Ay!, qué es todo lo que tenemos por valioso,

más que nulidad mala, que sombra, polvo y viento;
más que flor de pradera, y de ella un solo encuentro.
¡Y no hay, de contemplar lo eterno, hombre deseoso!





Über die Nacht meiner Geburt
II. Octob. hora. XII. p.m.

Die Erden lag verhült mit Finsternüß und Nacht /
Als mich die Welt empfing / der Hellen Lichter Pracht /
Der Sternen goldne Zier umbgab des Himmels Awen
Warumb? Umb daß ich nur soll nach dem Himmel schawen.



Sobre la noche de mi nacimiento
II. Octob. hora. XII. p.m.

La tierra estaba envuelta en tinieblas y en la noche,
cuando me acogió el mundo; de luces el derroche,
de estrellas la áurea pompa ceñía la pradera
celestial: ¿por qué? –Sólo por que yo el cielo viera.





Betrachtung der Zeit

Mein sind die Jahre nicht die mir die Zeit genommen /
Mein sind die Jahre nicht / die etwa möchten kommen
Der Augenblick ist mein / und nehm´ ich den in acht
So ist der mein / der Jahr und Ewigkeit gemacht.



Consideración del tiempo

No son míos los años que el tiempo me ha quitado;
no son míos los años que vengan a mi lado;
el instante es mío, y si lo considero,
mío es el que hizo año y eternidad primero.


(Traducción: Héctor A. Piccoli)


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